Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)

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Vereinbarung über die Verarbeitung personenbezogener Daten im Auftrag nach Art. 28 DSGVO zwischen dem Betreiber des Parkplatzangebots als Verantwortlichem — nachfolgend „Kunde" — und Dennis Eskin, Einzelunternehmen, handelnd unter ParkSync (Grützmühlenweg 75, 22339 Hamburg) als Auftragsverarbeiter — nachfolgend „Anbieter". Diese Vereinbarung ergänzt die AGB und geht ihnen bei Widersprüchen zum Datenschutz vor.

Abschluss: Der Abschluss erfolgt in Textform — es genügt eine E-Mail an mail@parksync.de mit Firmenname und der Erklärung, diesen AVV in der jeweils auf dieser Seite ausgewiesenen Fassung abzuschließen. Der Anbieter bestätigt den Abschluss in Textform.

§ 1 Gegenstand und Dauer

Gegenstand ist die Verarbeitung personenbezogener Daten durch den Anbieter im Rahmen der Bereitstellung der SaaS-Plattform „ParkSync" (Buchungs- und Kanalverwaltung für Parkplatzbetreiber). Die Dauer entspricht der Laufzeit des Hauptvertrags; Lösch- und Rückgabepflichten nach § 11 gelten darüber hinaus.

§ 2 Art und Zweck der Verarbeitung

Speicherung, Anzeige, Übermittlung an angebundene Portale, Auswertung und Löschung von Buchungs- und Betriebsdaten zum Zweck der Verwaltung von Parkplatz-Buchungen, der Transfer-Organisation, der Zahlungsstatus-Dokumentation, des Versands von Buchungs-E-Mails im Namen des Kunden sowie der Rechnungserstellung des Kunden.

Hat der Kunde ein Vermittlungsportal (z. B. Parkos, Holiday Extras) angebunden, umfasst die Verarbeitung zusätzlich den Abruf der dort für den Kunden eingegangenen Buchungen über die Schnittstelle des Portals, ihre Übernahme in das Konto des Kunden sowie — soweit die jeweilige Anbindung dies vorsieht — die Übermittlung der vom Kunden gepflegten Preise und Verfügbarkeiten an das Portal. Aus Portalen übernommene Buchungen werden ausschließlich dem Kunden zugeordnet, für den sie bestimmt sind.

Der Anbieter verarbeitet die aus Portalen abgerufenen Daten ausschließlich zur Erbringung der vertraglichen Leistung für den Kunden einschließlich Support, Betriebsüberwachung und Fehleranalyse. Eine Verarbeitung zu eigenen Zwecken des Anbieters (ausgenommen das Nachweisprotokoll nach dem folgenden Absatz), eine Zusammenführung mit Daten anderer Kunden oder eine Weitergabe an Dritte findet nicht statt; der Einsatz der in § 8 genannten Unterauftragsverarbeiter bleibt unberührt. Betriebskennzahlen bildet der Anbieter ohne Rückführbarkeit auf einzelne Betroffene.

Der Anbieter führt ein Nachweisprotokoll über die Eingabe, Änderung und Löschung von Daten sowie über An- und Abmeldungen, Druck-, Export- und Download-Vorgänge, Anfragen zum Zurücksetzen und Änderungen des Passworts, angezeigte Fehlermeldungen, den Versand von E-Mails durch die Plattform und den Datenaustausch mit Portalen (§ 7). Es dient dem Kunden als Eingabekontrolle nach Art. 32 DSGVO. Der Anbieter darf es darüber hinaus zum Nachweis der ordnungsgemäßen Leistungserbringung sowie zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen verwenden; insoweit ist er selbst Verantwortlicher und verarbeitet die Protokolldaten nach Maßgabe seiner Datenschutzerklärung (Abschnitt 3 j). Direkte Kennungen der Parkkunden enthält das Protokoll nur pseudonymisiert als Prüfwert (Hashwert).

Hat der Kunde den Anbieter mit der Einrichtung einer Buchungsseite beauftragt, über die Parkkunden auf der Website des Kunden buchen (§ 5), umfasst die Verarbeitung zusätzlich die Anzeige von Preisen und freien Plätzen des Kunden, die Erhebung der Buchungsangaben der Parkkunden über diese Seite im Namen des Kunden, die Anlage der Buchung im Konto des Kunden über einen eigenen Kanal und die Bestätigung der Buchung am Bildschirm. Über die Buchungsseite werden keine E-Mails versandt. Für Besucher, die nicht bei ParkSync angemeldet sind, setzt die Buchungsseite keine Cookies; Tracking-, Analyse- oder Werbedienste werden auf ihr nicht eingesetzt. Zum Schutz vor Missbrauch begrenzt der Anbieter Anfragen an die Buchungsfunktionen (Preisabfragen und Buchungsversuche) je IP-Adresse des aufrufenden Geräts; diese Zähler führt er als eigene Maßnahme der Betriebssicherheit (Datenschutzerklärung Abschnitt 3 d) ausschließlich im Arbeitsspeicher der Anwendung, bei IPv6-Adressen gekürzt auf das /64-Netz. Er speichert sie weder in der Datenbank noch in Datensicherungen, wertet sie nach Ablauf ihres Zeitfensters (höchstens 24 Stunden) nicht mehr aus und löscht sie spätestens beim nächsten Neustart der Anwendung.

§ 3 Datenarten

  • Buchungsdaten der Parkkunden: Name, optional E-Mail-Adresse und Telefonnummer (bei Buchungen über die Buchungsseite Pflichtangaben), An-/Abreisezeiten, Flugnummern, Passagierzahl, Kindersitz-Bedarf, gebuchte Extraleistungen, Bemerkung des Parkkunden (Freitext)
  • Fahrzeugdaten: Kfz-Kennzeichen, Marke/Typ, Kilometerstände, Zustandsfotos bei Übergabe
  • Abwicklungsdaten der Buchung: Check-in- und Check-out-Zeitpunkte, organisatorische Vermerke und interne Notizen des Kunden zur Buchung
  • Zahlungsart und Zahlungsstatus (keine Zahlungsinstrumente)
  • Bei Portal-Buchungen zusätzlich die vom Portal übermittelten Buchungsangaben: Portal-Buchungsnummer, An- und Abreisezeitpunkte, gebuchter Preis und Währung, Buchungsstatus des Portals (bestätigt, storniert, nicht erschienen) sowie Umbuchungsvermerke; ferner das je Anbindung hinterlegte Kennzeichen, ob das Portal den Preis bereits vereinnahmt hat (Vorkasse). Zahlungsinstrumente, Portal-Kundennummern und sonstige beim Portal hinterlegte Kontodaten des Parkkunden werden nicht abgerufen.
  • Digitale Unterschrift des Parkkunden beim Check-in (freiwillig; gespeichert als einfacher Linienzug aus Bildkoordinaten ohne Druck-, Geschwindigkeits- oder Zeitverlauf; keine biometrische Auswertung und keine Identifizierung anhand der Unterschrift, daher keine besondere Kategorie nach Art. 9 DSGVO) samt Zeitpunkt der Unterschrift als Übergabe-Nachweis
  • Rechnungsdaten der Endkunden des Kunden (Name, Anschrift, Beträge)
  • Mitarbeiterdaten des Kunden: Name, E-Mail-Adresse, Rolle, Schichtplan-Einträge
  • Protokolldaten des Nachweisprotokolls (§ 7): handelndes Konto mit Name und Rolle, Zeitpunkt, Aktion, betroffener Datensatz, geänderte Felder mit altem und neuem Wert, Zugangsweg, IP-Adresse (bei Buchungen über die Buchungsseite die des buchenden Geräts), Browser- bzw. Gerätekennung; direkte Kennungen der Parkkunden nur pseudonymisiert als Prüfwert (Hashwert)

§ 4 Kreis der Betroffenen

  • Parkkunden (Endkunden) des Kunden, einschließlich Parkkunden, die über die Buchungsseite des Kunden buchen
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kunden
  • Ansprechpersonen der vom Kunden genutzten Portale

§ 5 Weisungsbindung

Der Anbieter verarbeitet die Daten ausschließlich auf dokumentierte Weisung des Kunden — regelmäßig durch die Nutzung der Plattformfunktionen; Einzelweisungen erfolgen in Textform. Die Weisungsbindung gilt auch für die Übermittlung personenbezogener Daten in ein Drittland oder an eine internationale Organisation. Ist der Anbieter durch das Recht der Union oder eines Mitgliedstaats zu einer Verarbeitung verpflichtet, informiert er den Kunden vor der Verarbeitung über diese Anforderung, sofern das betreffende Recht eine solche Information nicht verbietet. Hält der Anbieter eine Weisung für rechtswidrig, informiert er den Kunden unverzüglich und darf die Ausführung bis zur Klärung aussetzen.

Die Weisung, Buchungen aus einem Vermittlungsportal abzurufen und — soweit die Anbindung dies vorsieht — Preise und Verfügbarkeiten an dieses Portal zu übermitteln, erteilt der Kunde in Textform, indem er den Anbieter mit der Einrichtung der Anbindung beauftragt und ihm die hierfür erforderlichen Zugangsdaten oder Freigaben seines Portalkontos überlässt. Der Anbieter richtet die Anbindung ein, bestätigt dem Kunden Einrichtung und Aktivierung in Textform und hält den Zeitpunkt der Einrichtung fest. Die Weisung gilt bis zur Beendigung der Anbindung. Der Kunde kann den Abruf jederzeit aussetzen, indem er das Portal in der Plattform offline stellt, und die Anbindung jederzeit in Textform beenden. Die überlassenen Zugangsdaten verwendet der Anbieter ausschließlich für die beauftragte Anbindung.

Die Weisung, eine Buchungsseite bereitzustellen (§ 2), erteilt der Kunde in Textform, indem er den Anbieter mit ihrer Einrichtung beauftragt und ihm die hierfür erforderlichen Angaben überlässt (insbesondere Adresse der Seite, Websites, auf denen sie eingebunden werden darf, und Links zu Impressum und Datenschutzerklärung des Kunden). Der Anbieter richtet die Seite ein, bestätigt dem Kunden die Freischaltung in Textform und hält den Zeitpunkt der Freischaltung fest; Änderungen nimmt er auf Weisung des Kunden in Textform vor. Die Weisung gilt, bis der Kunde die Beendigung in Textform verlangt. Der Kunde kann die Seite jederzeit pausieren, indem er ihren Kanal in der Plattform offline stellt. Über die Seite eingegangene Buchungen bleiben auch nach ihrer Beendigung im Konto des Kunden. Nutzt der Kunde eine Buchungsseite, stellt er sein Impressum und eine Datenschutzerklärung bereit, die auf der Seite verlinkt werden, informiert darin die Parkkunden auch über den Einsatz des Anbieters als Auftragsverarbeiter und ist für die Website verantwortlich, in die er die Seite einbindet.

§ 6 Vertraulichkeit

Der Anbieter setzt nur Personen ein, die zur Vertraulichkeit verpflichtet wurden oder einer angemessenen gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht unterliegen.

§ 7 Technische und organisatorische Maßnahmen

  • TLS-Verschlüsselung sämtlicher Verbindungen
  • Mandantengetrennte Datenhaltung mit Zugriffskontrollen auf Datenbank-Ebene (Row Level Security) und Rollenkonzept je Betrieb
  • Portal-Zugriffe nur über einzeln vergebene, jederzeit sperrbare API-Schlüssel (nur als Hash gespeichert), Anfragelimits und Protokollierung der API-Zugriffe
  • Portal-Anbindungen: Zugangsdaten des Kunden zu Portalen werden nach der Eingabe in der Plattform nicht mehr im Klartext angezeigt; lesenden Zugriff auf die Anbindungs-Konfiguration haben ausschließlich Administratoren des Kunden sowie der Anbieter zur Einrichtung und Wartung. Jede Anbindung ist auf Datenbank-Ebene fest an den Betrieb und den Standort des Kunden gebunden; abgerufene Buchungen können keinem anderen Betrieb zugeordnet werden. Abrufe erfolgen ausschließlich an die vom Portal benannten Adressen, zeitlich getaktet und je Lauf mengenbegrenzt; Zeitpunkt, Ergebnis und Fehler jedes Laufs werden je Anbindung festgehalten
  • Buchungsseite: Einbinden nur auf den vom Kunden benannten Websites (höchstens zehn https-Adressen; Content-Security-Policy „frame-ancestors"); Konfiguration nur durch den Anbieter über den Server, für Browser-Konten gesperrt; Betrieb und Kanal einer Buchung nur aus der Konfiguration, nie aus Formulareingaben; erneute Prüfung aller Eingaben sowie von Preis und freien Plätzen auf dem Server; Freischaltung nur mit verlinktem Impressum und verlinkter Datenschutzerklärung des Kunden; Anfragegrenzen je IP-Adresse und je Seite, Höchstzahl an Buchungen je 24 Stunden und Obergrenze für offene Buchungen; die Seite meldet der einbettenden Website nur ihre Höhe und ein Signal zum Scrollen, keine Eingaben; von Suchmaschinen ausgeschlossen. Das Logo des Kunden lädt der Browser des Besuchers direkt aus dem Datei-Speicher von Supabase (§ 8)
  • Passwörter nur als Hash; Authentifizierung über Supabase Auth
  • Eingabekontrolle (Art. 32 DSGVO) — Nachweisprotokoll: Eingabe, Änderung und Löschung personenbezogener Daten werden mit handelndem Nutzer (Name und Rolle zum Zeitpunkt der Aktion) bzw. auslösendem System, Zeitpunkt, Zugangsweg und den geänderten Feldern (alter und neuer Wert) protokolliert — unabhängig davon, ob die Änderung über die Weboberfläche, die Fahrer-App, einen Portal-Import, die Partner-API, die Buchungsseite, den Administrationsbereich, Wartungsläufe oder unmittelbar in der Datenbank erfolgt; bei Buchungen über die Buchungsseite wird die IP-Adresse des Geräts, von dem aus gebucht wurde, im Klartext protokolliert. Direkte Kennungen der Parkkunden (Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Anschrift, Kfz-Kennzeichen, Unterschrift) werden dabei nur pseudonymisiert als Prüfwert (Hashwert) gespeichert, die Werte von Zugangsdaten und Schlüsseln gar nicht. Zu Nachweis- und Sicherheitszwecken werden außerdem protokolliert: An- und Abmeldungen, Druck-, Export- und Download-Vorgänge, Anfragen zum Zurücksetzen und Änderungen des Passworts, angezeigte Fehlermeldungen, der Versand von E-Mails durch die Plattform (Zweck, Betreff und Empfänger; Empfängeradressen von Parkkunden nur pseudonymisiert als Prüfwert) sowie der Datenaustausch mit Portalen — das Ergebnis jeder Benachrichtigung eines Portals (Webhook), abgelehnte oder fehlgeschlagene Schreibanfragen eines Portals über die Partner-API und vom Portal-Import übersprungene Buchungen, jeweils mit Bezug zur Buchung bzw. zur Buchungsnummer des Portals, ohne den Inhalt der Anfrage oder Nachricht. Das Protokoll ist manipulationsgeschützt: Einträge können nur angefügt, nicht geändert oder gelöscht werden und werden regelmäßig kryptografisch versiegelt. Der Zugriff des Kunden ist auf den Änderungsverlauf seiner eigenen Buchungen und Fahrzeugfotos beschränkt; das vollständige Protokoll ist nur dem Anbieter zugänglich. Aufbewahrung bis zum Ende des dritten auf die Erfassung folgenden Kalenderjahres, danach automatische Löschung
  • Löschkonzept: Fahrzeugfotos automatisch nach 90 Tagen, technische Protokolle spätestens nach 90 Tagen; Lauf-Protokolle je Portal-Anbindung werden auf die jeweils letzten Einträge begrenzt; Nachweisprotokoll bis zum Ende des dritten auf die Erfassung folgenden Kalenderjahres; Datensicherungen der Datenbank nach höchstens 100 Tagen, Fahrzeugfotos in Sicherungen höchstens 140 Tage nach ihrer Aufnahme (§ 11)
  • Datensicherung: tägliche Sicherungen des Datenbank-Dienstleisters (nach dessen Vorgaben, derzeit 7 Tage) sowie eine zusätzliche, vom Datenbank-Dienstleister unabhängige, in der Regel tägliche Sicherung der Datenbank (einschließlich Anmeldedaten) und der Fahrzeugfotos bei der Hetzner Online GmbH in Deutschland. Die Sicherung wird vor der Übertragung verschlüsselt; das zum Entschlüsseln nötige Passwort wird nicht auf dem Sicherungsspeicher abgelegt. Zusätzlich werden wöchentliche Stände als Speicher-Snapshots vorgehalten, die vom Server der Anwendung aus nicht gelöscht oder verändert werden können. Sicherungen der Datenbank werden nach höchstens 100 Tagen automatisch gelöscht; Fahrzeugfotos sind in Sicherungen höchstens 140 Tage nach ihrer Aufnahme enthalten. Liegt keine aktuelle erfolgreiche Sicherung vor, meldet eine externe Überwachung dies dem Anbieter; zusätzlich zeigt der Administrationsbereich des Anbieters den Stand der letzten Sicherung an. Die Wiederherstellung wird regelmäßig, mindestens halbjährlich, getestet (derzeit wöchentlich automatisiert); das Ergebnis wird dokumentiert

§ 8 Unterauftragsverarbeiter

Der Kunde genehmigt allgemein den Einsatz der folgenden Unterauftragsverarbeiter. Über beabsichtigte Änderungen informiert der Anbieter vorab in Textform; der Kunde kann aus wichtigem datenschutzrechtlichem Grund widersprechen.

  • Supabase, Inc. — Datenbank & Authentifizierung; Speicherung in der Region EU (Frankfurt am Main); im Rahmen von Support und Wartung ist eine Verarbeitung außerhalb des EWR möglich, abgesichert über EU-Standardvertragsklauseln.
  • Hetzner Online GmbH — Server-Hosting der Anwendung und Speicherplatz für die verschlüsselten Datensicherungen des Anbieters, Deutschland.
  • STRATO GmbH — E-Mail-Versand (SMTP) und E-Mail-Postfach, Deutschland.

Der Anbieter erlegt jedem Unterauftragsverarbeiter durch Vertrag dieselben Datenschutzpflichten auf, wie sie in dieser Vereinbarung festgelegt sind. Kommt ein Unterauftragsverarbeiter seinen Pflichten nicht nach, haftet der Anbieter gegenüber dem Kunden für die Einhaltung von dessen Pflichten.

Der Flugdaten-Dienst (Flightradar24 AB, Stockholm, Schweden) erhält ausschließlich Flugnummern und ein Zeitfenster und verarbeitet damit keine personenbezogenen Daten der Betroffenen; die öffentliche Ankunftsliste des Hamburg Airport (Open-Data-API) wird ohne Übermittlung jeglicher Daten abgerufen. Beide werden hier nur der Vollständigkeit halber genannt.

Vermittlungsportale, die der Kunde angebunden hat (z. B. Parkos, Holiday Extras), sind keine Unterauftragsverarbeiter des Anbieters. Sie verarbeiten die Buchungsdaten auf Grundlage ihrer eigenen Verträge mit dem Kunden und den Parkkunden als eigenständige Verantwortliche. Die Übermittlung der Buchungsdaten vom Portal an den Kunden ist eine Übermittlung zwischen zwei Verantwortlichen; der Anbieter ruft die Daten dabei im Namen und im Auftrag des Kunden ab — je nach Portal mit den Zugangsdaten des Kundenkontos beim Portal oder über einen vom Portal für den Kunden freigegebenen Zugang — und ausschließlich als dessen Auftragsverarbeiter. Vereinbarungen des Anbieters mit Portalen über den technischen Zugang zu deren Schnittstellen ändern diese Rollenverteilung nicht.

§ 9 Unterstützung bei Betroffenenrechten

Der Anbieter unterstützt den Kunden mit geeigneten Mitteln dabei, Anfragen Betroffener (Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung, Datenübertragbarkeit) zu beantworten. Direkt beim Anbieter eingehende Anfragen leitet er unverzüglich an den Kunden weiter.

§ 10 Meldung von Sicherheitsvorfällen

Der Anbieter meldet dem Kunden Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten unverzüglich nach Bekanntwerden und unterstützt ihn bei seinen Melde- und Benachrichtigungspflichten nach Art. 33 und 34 DSGVO sowie bei Datenschutz-Folgenabschätzungen.

§ 11 Löschung und Rückgabe

Nach Ende des Hauptvertrags gibt der Anbieter die Daten nach Wahl des Kunden heraus (Export nach § 11 der AGB) und löscht sie anschließend, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Die Löschung wird auf Wunsch in Textform bestätigt. Das Nachweisprotokoll (§ 7) bewahrt der Anbieter abweichend davon bis zum Ablauf seiner Aufbewahrungsfrist auf; es wird in dieser Zeit ausschließlich für die in § 2 genannten Nachweiszwecke verwendet und danach automatisch gelöscht.

Daten in Datensicherungen (§ 7) werden nicht einzeln gelöscht, sondern mit dem turnusmäßigen Löschen der Sicherungen entfernt, spätestens 100 Tage nach ihrer Löschung im laufenden System; abweichend davon Fahrzeugfotos, auch wenn sie früher gelöscht wurden, spätestens 140 Tage nach ihrer Aufnahme. Bis dahin werden sie ausschließlich zur Wiederherstellung nach einem Datenverlust oder Sicherheitsvorfall sowie für Wiederherstellungstests vorgehalten und nicht zu anderen Zwecken verwendet. Das gilt auch für überlassene Zugangsdaten zu Portalen. Wird eine Sicherung zurückgespielt, führt der Anbieter zwischenzeitlich fällig gewordene oder vom Kunden angewiesene Löschungen erneut aus, bevor die wiederhergestellten Daten wieder genutzt werden; Löschungen nach dem Stand der Sicherung stimmt er mit dem Kunden ab.

Wird lediglich eine einzelne Portal-Anbindung beendet — durch den Kunden oder durch das Portal —, bleiben die bis dahin übernommenen Buchungen im Konto des Kunden erhalten und unterliegen den allgemeinen Regeln dieser Vereinbarung (Weisungen des Kunden, Löschkonzept nach § 7, Export nach § 11 der AGB), sofern der Kunde nichts anderes anweist. Die für die Anbindung überlassenen Zugangsdaten des Kunden löscht der Anbieter mit Beendigung der Anbindung; in Datensicherungen bleiben sie bis zu deren turnusmäßiger Löschung enthalten (vorstehender Absatz).

§ 12 Nachweise und Kontrollen

Der Anbieter stellt dem Kunden alle zum Nachweis der Einhaltung des Art. 28 DSGVO erforderlichen Informationen zur Verfügung und ermöglicht angemessene Überprüfungen einschließlich Inspektionen — vorrangig durch aussagekräftige Unterlagen und Bestätigungen der eingesetzten Unterauftragsverarbeiter, bei berechtigtem Anlass auch durch weitere Auskünfte in Textform sowie durch Inspektionen, die der Kunde oder ein von ihm beauftragter Prüfer nach angemessener Vorankündigung während der üblichen Geschäftszeiten durchführt; die Vertraulichkeit und der Schutz der Daten anderer Kunden bleiben dabei gewahrt.

Stand: 25. Oktober 2026 (Buchungsseite ergänzt; ersetzt die Fassung September 2026, die Fassung vom 26. September 2026, die Fassung vom 2. Oktober 2026 und die Fassung vom 8. Oktober 2026)